Diabetes mellitus

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Ursache und Entstehung von Diabetes

Die genauen Ursachen, warum bei bestimmten Menschen Diabetes entsteht und bei anderen nicht, sind noch nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass genetische Prädispositionen sowohl bei der Entstehung eines Diabetes vom Typ 1 als auch vom Typ 2 eine Rolle spielen, obwohl die eigentlichen auslösenden Faktoren von Diabetes differieren.

Diabetes mellitus Typ 1

Die Ursache für die Entstehung eines Diabetes mellitus Typ 1 ist in einer Autoimmunreaktion zu suchen. Der Organismus produziert wärend der Entstehung von Diabetes Typ 1 Antikörper, welche körpereigene Strukturen angreifen. Durch die Zerstörung der Inselzellen der Bauchspeicheldrüse wird die Insulinproduktion zunächst unmerklich eingeschränkt.

Sind jedoch etwa 80 % der Langerhans-Inseln zerstört, kommt es zu einem absoluten Insulinmangel und somit zu einem stark erhöhten Blutzuckerspiegel, also zum Ausbruch der Erkrankung. Neben der erblichen Disposition kann diese Entwicklung zusätzlich durch bestimmte Viren (z. B. Masern, Mumps, Röteln, Coxsackie-Viren) begünstigt werden. Die speziellen Antikörper können bereits etwa zehn Jahre vor der Entstehung von Diabetes im Blut nachgewiesen werden. Der Diabetes mellitus vom Typ 1 entsteht zumeist bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren.

Diabetes mellitus Typ 2

Neben der genetischen Veranlagung tragen bestimmte Risikofaktoren entscheidend zur Entstehung von Diabetes mellitus vom Typ 2 bei. Insbesondere Übergewicht, falsche Ernährung und Bewegungsmangel begünstigen die Entstehung der Erkrankung. Jedoch auch das Lebensalter ist eine wichtige Einflussgröße. Erkrankten bis vor einiger Zeit hauptsächlich ältere Menschen an Diabetes mellitus vom Typ 2, sind heutzutage zunehmend auch Kinder und Jugendliche betroffen. Bei Diabetes mellitus vom Typ 2 wird das Insulin zunächst in normalen Mengen gebildet, um die Glukose in die Zellen gelangen zu lassen. Bei dieser Form des Diabetes besteht in den Zellen jedoch eine Insulinresistenz, sodass die Glukose im Blut verbleibt. Der erhöhte Blutzuckerspiegel löst eine gesteigerte Produktion von Insulin aus mit der Folge, dass sich die Resistenz der Zellen erhöht. Durch die permanente Überproduktion von Insulin können die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse überlastet werden und die Ausschüttung des Hormons wird schließlich eingestellt.

Symptome und Folgeerkrankungen

Der Diabetes vom Typ 1 setzt meist plötzlich mit unerklärlichem Gewichtsverlust, starkem Durst und häufigem Wasserlassen ein. Zusätzlich können Juckreiz, Sehstörungen, Infektanfälligkeit, Gefühlsstörungen in den unteren Extremitäten sowie schlecht heilende Wunden und acetonähnlicher Mundgeruch auftreten. Die Erkrankung vom Typ 2 beginnt meist schleichend und mit unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Schwäche und Infektanfälligkeit. Wird der Diabetes nicht rechtzeitig diagnostiziert, kann es zu schwerwiegenden Komplikationen wie dem lebensbedrohlichen Diabetischen Koma sowie zu Folgeerkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose, Netzhauterkrankungen, Diabetischem Fuß und Nervenstörungen kommen.

Nicole Breuer

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